Die Datensicherung: Notwendig aber unkompliziert (Partnerbeitrag)

Backup

Ist es nicht eine Krux? Da stehen uns modernste Technologien zur Verfügung und dennoch bricht bei einer Computerpanne – zum Beispiel wenn der heimische Rechner aus heiterem Himmel streikt und den Dienst mit einem Bluescreen quittiert – einem der Schweiß auf der Stirn aus. Oft hat man im Eifer des Gefechts dann zudem vergessen, rechtzeitig eine Sicherungskopie der wichtigsten Daten anzulegen. Dabei gibt es einfache und effektive Strategien, seine persönlichen Dateien und Dokumente auf anderen Speicherträgern zu sichern und so einem Totalverlust, der für Freiberufler und Selbstständige immerhin sogar existenzbedrohend sein kann, vorzubeugen. Welche Möglichkeiten wären dies und für wen und für welches Szenario kommen die verschiedenen Methoden infrage?

Der Gerätepark wächst

Stand früher noch lediglich ein Rechner auf dem Schreibtisch, so setzt sich heute der Gerätepark oft schon aus vielen verschiedenen Komponenten zusammen. Da gehört der Desktop-Rechner oder das Notebook, das zur Bearbeitung und Verwaltung wichtiger Korrespondenzen dient, ebenso dazu wie mobile Geräte, auf dem wichtige Kontakte gespeichert werden – oder das Tablet, das lediglich zur abendlichen Unterhaltung auf dem Wohnzimmertisch liegt. Bei einem Backup sollte zunächst an die wichtigsten Daten gedacht werden. Zum Beispiel wäre es für einen Studenten sicher der Super-GAU wenn kurz vor Abgabe der Abschlussarbeit ein Datenverlust monatelange Recherche- und Schreibarbeit zunichtemachen würde oder ein Unternehmer plötzliche wichtige Kundendaten, Verträge und Rechnungen verliert. Dabei können bereits einfache Wiederherstellungspunkte retten Daten, wenn man diese Funktion richtig nutzt.

Festplatten halten nicht ewig: Hardware-Ausfälle keine Seltenheit!

Alterung ist auch für Festplatten im normalen Gebrauch ein Problem. Irgendwann macht der mechanische Verschleiß – immerhin drehen sich Festplatten mit einer hohen Geschwindigkeit – zu schaffen. Man spricht hier auch von einem sogenannten Festplattencrash. Ein plötzlicher Ausfall einer Festplatte stellt dann den Nutzer vor ein großes Problem, wenn die Daten nicht gerettet werden können. Das betrifft aber nicht nur die Hardware. Ebenso kann ein Datenverlust durch die Software oder das Betriebssystem verursacht werden. Zum Beispiel kann ein Trojaner oder ein Virus großen Schaden im Dateisystem anrichten. In beiden ist es von Vorteil, wenn man regelmäßig Backups angelegt hat, um wichtige Dateien und Dokumente wiederherstellen zu können. Da man nie weiß, wann ein solcher Fall eintritt, sollte eine Datensicherung regelmäßig vorgenommen werden – also beispielsweise dann, wenn man einen Arbeitstag mit der Bearbeitung einer umfangreichen Word- oder Excel-Datei verbracht hat.

Backup-Strategien: Die Möglichkeiten

Zunächst sollte man eine Checkliste erstellen, welche Dateien wirklich wichtig sind. Sollen alle Daten von allen Geräten gesichert werden oder sind nur einige Gerät relevant? Eine gute Strategie bei der Datensicherung ist es, diese so unkompliziert wie möglich zu halten. Besonders externe Festplatten und USB-Sticks mit genug Speicherkapazität sind eine einfache Möglichkeit, schnell wichtige Daten auf einem externen Datenträger abzuspeichern. Oft gibt es sogar die Möglichkeit im Heimnetzwerk eine zusätzliche Festplatte einzubinden und dort wichtige Daten redundant zu speichern. Auf diese Weise kann man von nahezu allen Geräten seine Daten auf diesen Netzwerkspeicher sichern. Die altbewährte CD und DVD hat als Sicherungsmöglichkeit bei vielen Privatnutzern auch noch nicht ausgedient. Allerdings sollte man beachten, dass diese nur eine mittelfristige Haltbarkeit aufweisen und spätestens nach 5-10 Jahren erste Fehler auftreten können. Da immer mehr Geräte ohne optisches Laufwerk ausgeliefert werden, ist dies nicht unbedingt die zukunftssicherste Alternative.

 

Ein weiterer spannender Aspekt sind inzwischen Clouds: Natürlich mag es praktisch sein, einfach bei einem großen Cloud-Anbieter wie Microsoft OneDrive, Google Drive oder Apple iCloud seine Dateien zu hinterlegen. Möchte man aber, dass seine Fotos, Steuerunterlagen oder sonstigen privaten Daten bei fremden Anbieter lagern – möglicherweise auf Servern in den USA, Russland oder China? Oft nicht. Wer dennoch diesen Weg beschreiten möchte, sollte seine Daten zumindest verschlüsseln und auf europäische Anbieter zurückgreifen. Alternativ kann auch auf einem eigenen Webspace-Paket beispielsweise mit dem OpenSource-Programm OwnCloud eine persönliche Cloud betrieben werden. Für die meisten Privatanwender sollten diese Möglichkeiten ausreichen. Selbstständige und Unternehmen sollten sich zusätzlich über entsprechende professionelle Datensicherungs- und Archivierungsmöglichkeiten bei mir informieren.

Das Fazit

Das heutige Problem ist nicht die Datensicherung an sich, sondern die vielen verschiedenen Geräte, die man verwendet. Einfache und unkomplizierte Netzwerkfestplatten sind wohl die beste Lösung für die Datensicherung. Auf jeden Fall aber sollte man sich sehr gut überlegen, welche Daten es regelmäßig zu sichern gibt. Denn niemand möchte plötzlich aufgrund eines Festplattendefekts die Arbeit einer ganzen Woche (oder länger) verlieren. Daher die Grundregel: Dokumente, die gerade bearbeitet werden, sollten regelmäßig auf externen Datenträgern gesichert werden.

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Clip Funktion über Kabel Deutschland mit Modem und Fritzbox

Fritzbox und Thomson Modem

Nachdem mir aufgrund eines Stromausfalls mein Kabelmodem von Motorola den Geist aufgegeben hatte, wurde es von Kabel Deutschland ausgetauscht – allerdings nicht gegen ein baugleiches, sondern gegen das Modell von Thomson.

Ich betreibe das Modem im Bridge-Modus – ich habe also hinter dem Modem eine Fritzbox klemmen, die sowohl als Router als auch als Telefonanlage fungiert.

Mit dem der Fritzbox beigelegten Kabel ist es zwar etwas umständlich, aber dennoch möglich.

Seit dem Wechsel zum Thomson Modem stellte ich leider fest, dass die Clip Funtion, also die Rufnummeranzeige auf meinen Telefonen nicht mehr funktionierte. Ich konnte also nicht mehr erkenne, wer mich anrief. Als jemand, der unter anderem von der Erreichbarkeit lebt, ist dies mehr als ungünstig.

Nach einem Test am Modem, an welchem ich ein altes Analog-Telefon direkt anschloss, stellte ich fest, dass die Funktion grundsätzlich noch vorhanden war. Also musste es an der Signalqualität der CLIP-Funktion liegen.

Ich überprüfte mehrfach die Steckerverbindungen des Y-Kabels, welches der Fritzbox beilag. Leider ohne Erfolg. Alle 10 Anrufe kam mal eine sporadische Rufnummernanzeige zu Stande.

Als nächstes zog ich sämtliche Netzwerkkabel (bis auf das Y-Kabel) von der Fritzbox ab – und siehe da: die Rufnummer wurde wieder angezeigt.

Nach und nach überprüfte ich, welches Gerät für das schlechte Signal verantwortlich war.

Es stellte sich heraus, dass mein als Server betriebener Raspberry Pi (ein Minicomputer im Checkkartenformat) dafür sorgte, dass die Nummer im Display fehlt.

Ich wendete mich also dem Raspberry zu und erahnte schon, wie ich das Problem lösen könnte.

Der Raspberry bezog Strom aus 2 Quellen:

  1. aus dem „offiziellen“ Anschluss über ein normales Handyladekabel, welches direkt in der Steckdose steckte.
  2. über einen USB-Anschluss, der zu einem aktiven USB-Hub führte.

Das klingt komplizierter, als es tatsächlich ist – jedoch hatte die Fritzbox durch diese ungewöhnliche Verkabelung offenbar mit unterschiedlichen Potentialen zu kämpfen, die ggfs. über die Netzwerkkabel abgeleitet wurden.

Die Lösung bestand zu guter Letzt darin, die 1. Stromquelle (also das Handyladekabel) vom Raspberry Pi zu entfernen und so den unterschiedlichen Potentialen entgegenzuwirken.

Als alter Tontechniker hätte ich mir hier übrigens irgendwo einen Erdungsknopf gewünscht :ja:  

 

:winken:

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Weiterer mutmaßlicher US-Spion verhaftet

Edward Snowden

Ja, ich habe gestern auch gejubelt – ein historischhes Fußballergebnis. In den Medien wird schon philosophiert, wie man sich in 50 Jahren daran erinnern wird, wo man diesen historischen Tag verbracht hat.

ABER: Wenn es mit unserer Regierung und dem konsequenten Ignorieren von Grundrechten so weitergeht, dann müssen wir uns in 50 Jahren ggfs. fragen lassen:

Wo wart ihr, als man unsere Freiheit verkauft hat?

In Berlin wurde nun ein 2. Verdächtiger festgenommen, der für die US-Behörden spioniert haben soll. Der mutmaßliche Spion soll sich im Umfeld des Verteidigungsministeriums bewegt haben (Quelle: spiegel.de).

Ebenfalls vor ein paar Tagen gab Edward Snowden dem NSA-Untersuchungsausschuss eine Absage, was seine mögliche Befragung per Videokonferenz angeht.

Für mich ist diese Vorgehensweise absolut nachvollziehbar. So kann Snowden in Russland nicht davon ausgehen, eine freie Aussage machen zu können. Im Nacken spürt er sowohl Putins als auch Obamas Atem. Unsere Bundesregierung versucht meiner Ansicht nach, diese Zwickmühle zu instrumentalisieren. Frei nach dem Motto: Wenn er per Video nicht aussagen will, dann will er auch nicht zur Aufklärung beitragen.

Die Grünen drohen jetzt mit einer Klage vor dem Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe, um Snowden die Einreise zu ermöglichen. Natürlich würde das die Amerikaner mürrisch machen, jedoch haben auch wir allen Grund, verstimmt zu reagieren. Wovor unsere Regierung tatsächlich Angst hat, ist ihr Bild in der Öffentlichkeit, wenn Snowden auf deutschem Grund und Boden von amerikanischen Geheimdienstlern festgenommen würde oder schlimmeres – die nächste Drohnenschaltzentrale ist bestimmt nicht weit.

Also, wo wart ihr, während man Angst um die Freiheit haben musste? 

Dafür müssen wir auf die Straßen gehen und nicht für ein (zugegebenermaßen furioses) Fußballspiel – oder mit den Worten der Höhner: „Wenn nicht jetzt, wann dann?“

Mit ganz viel Glück, könnte er in 4 Jahren dann auch ein Deutschland-Trikot tragen, anstatt ein russisches 😉

:winken:

 

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