Archiv für Facebook

Facebooks neue Timeline: Der neue Ersatz für einen Lebenslauf

doc-and-marty

Auf den einschlägigen IT-Seiten ist die neue Funktion schon in aller Munde. Die neue Timeline, die bei facebook eingeführt werden soll. Worum handelt es sich dabei und warum ist das aus Datenschutzsicht extrem gefährlich?

Die Timeline soll eine neue Art sein, wie das Profil eines Facebook Benutzers angezeigt wird. Anstatt eine mehr oder weniger statische Seite, soll eine dynamische Zeitleiste entstehen, wenn es nach Marc Zuckerberg geht am besten beginnend mit dem ersten Foto kurz nach der Geburt bis hin zu alltäglichen Dingen, welche Musik man gerade hört oder welchen Film man gerade anschaut.

Diese Funktionen sollen durch die Einbindung von anderen Unternehmen gewährleistet werden, die die Informationen direkt an das eigene Facebook-Profil schicken.

Da das Userwachstum allmählich bei Facebook stagniert, ist dies wohl der nächste Schritt, um Facebook weiter bergauf zu bringen und interessanter für Werbung zu gestalten.

Dabei gilt wohl demnächst mit dem neuen Profil, dass man noch genauer kontrollieren sollte, welche Informationen Facebook tatsächlich über einen sammelt und auch wieder preisgibt. Man könnte sonst in einigen Jahren über etwas unangenehmes stolpern. Man sollte sich noch bewußter werden, welche Informationen für alle Welt sichtbar sind oder eben das Verlassen von Facebook.

Zu dem Thema verweise ich gerne auf einen „Die Zeit“-Artikel, in dem davon berichtet wird, wie ein User die Herausgabe seiner gespeicherten Daten bei Facebook einforderte und nach einigen Problemen mit Facebook bezüglich der Herausgabe eine unverschlüsselte DVD mit einem 1200 Seiten umfassenden PDF-Dokument geschickt bekam. Ebenfalls auffällig, dass diverse Dinge, der der User gelöscht zu haben glaubte, immernoch bei Facebook gespeichert waren. :zensur:

Wie weit wird also die Digitalisierung der Menschen noch gehen? Und wollen wir das oder nicht? Facebook als Unternehmen wirft Fragen auf, die tatsächlich von der Gesellschaft beantwortet werden müssen.

 

Bis dahin :winken:

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Facebook Like-Button muss hier und in ganz Schleswig-Holstein draußen bleiben

Facebook Like Verbot

Ja, ich weiß – Facebook ist eine Datenkrake – aber mal ehrlich, wer weiß dass noch nicht? Kürzlich hat das sogar der Landesdatenschützer Schleswig-Holsteins, Thilo Weichert mitbekommen. Nun wird es Webseitenbetreibern aus Schleswig-Holstein ab Ende September verboten sein, den „Like-Button“ in ihre Seiten einzubinden. Sollte er trotzdem auf den Seiten auftauchen, können Bußgelder bis 50.000€ verhängt werden.

 

Was war passiert? Der sogenannte „Like-Button“ oder „Gefällt mir-Button“ schickt Daten an Facebook. Klingt erstmal logisch – wenn ich draufklicke, sehen meine Freunde, dass ich einen Artikel oder eine Internetseite weiterempfehlen möchte. Facebook weiß im Gegenzug natürlich auch, dass ich mich auf dieser Seite aufgehalten habe. Doch dieser Button sendet leider nicht nur Informationen, wenn man ihn anklickt, sondern auch schon beim bloßen Betrachten der Webseite. Das ist den meisten Webmastern auch durchaus bewußt und auch ich gestehe, dass man ihn durchaus mit einem etwas schlechten Gefühl in seine Seiten einbettet.

Der Nutzen dieses Buttons ist für Webseitenbetreiber allerdings auch recht hoch. Die Bekanntheit von guten Seiten/Artikeln kann so gesteigert werden – was sich natürlich auch in letzter Instanz wirtschaftlich auswirkt. Als kleiner Seitenbetreiber frage ich mich nun, wie weit mich diese Maßnahme wirtschaftlich benachteiligen könnte, da ich auf Facebook entsprechend nicht mehr so präsent bin. Und übrigens nur, weil ich das „Pech“ habe, in Schleswig-Holstein zu leben.

Ein Gewissenskonflikt, den bisher jeder Webmaster mit sich ausmachen musste.

Was mich tatsächlich an der Maßnahme des ULD (Unabhängiges Landeszentrum für Datenschutz) stört, ist die Herangehensweise an das Problem. Offenbar ist man nicht fähig, das „Unheil“ direkt an der Wurzel, also in dem Fall bei Herrn Zuckerberg (CEO von Facebook) zu packen. Man hat schwere Geschütze aufgefahren, um sich diesem Milliarden-Unternehmen zu stellen. Doch offenbar ist Facebook gesetzlich in Europa, Deutschland und noch spezifischer in Schleswig-Holstein nicht greifbar. Was also jetzt mit den schweren Geschützen machen? 😕 – man richtet sie auf kleine Seitenbetreiber.

Ich habe auch schon Argumentationen gelesen, die darauf hinweisen, dass man damit Facebook besonders weh tun könnte, indem man ihnen durch solche Aktionen die Werbekunden madig machen möchte. Doch frage ich mich, ob es Herrn Zuckerberg tatsächlich interessiert, wenn ein paar Bauern in Schleswig-Holstein den Like-Button nicht mehr benutzen dürfen.

Im Übrigen ist es durchaus möglich für einen normalen User einer Internetseite das Senden von Informationen an Facebook zu unterbinden. Das Deaktivieren von Cookies von Drittanbietern (Browsereinstellungen) oder diverse Addons für Firefox, Chrome und Co. können für die gewünschte Anonymität sorgen.

Ich hoffe, dass der ULD und Facebook doch noch das Gespräch miteinander suchen und eine Lösung finden. Ansonsten wird das Problem auf dem Rücken von etlichen kleinen Seitenbetreibern in Schleswig-Holstein ausgetragen.

Letztlich spielt es keine Rolle, ob einem das gefällt, oder nicht 😉

:winken:

 

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Glückskekslawine bei Facebook

Glücksnuss

Laut dem Wallstreet Journal erwägt Facebook offenbar die Möglichkeit, den Nachrichtenstream nicht mehr filtern zu können. Bisher war es möglich, Nachrichten von bestimmten Facebook-Apps alla Farmville und Co. auszublenden und dauerhaft zu blockieren.

Für Werbekunden ist diese Option natürlich störend, da Benutzer die Werbung nicht mehr zu sehen zu bekommen.

Für die Benutzer könnte Facebook mit so einer Neuerung extrem unübersichtlich werden. Die tatsächlichen Statusmeldungen von Freunden könnten im Gewirr von Anwendungsmeldungen untergehen.

Noch bezweifle ich stark, dass diese Funktionsbeschneidung tatsächlich durchgesetzt wird, da sich Facebook damit ins eigene Bein schießen könnte und evtl. Benutzer verliert. Gerade zum jetzigen Zeitpunkt, wo google mit seinem sozialem Netzwerk google+ ebenfalls auf Benutzerjagd geht, könnte sich eine so aggressive Werbestrategie als nachteilig erweisen.

Ich halte meine User natürlich auf dem laufenden.

Bis dahin!

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