Tag Archiv für deutschland

Clip Funktion über Kabel Deutschland mit Modem und Fritzbox

Fritzbox und Thomson Modem

Nachdem mir aufgrund eines Stromausfalls mein Kabelmodem von Motorola den Geist aufgegeben hatte, wurde es von Kabel Deutschland ausgetauscht – allerdings nicht gegen ein baugleiches, sondern gegen das Modell von Thomson.

Ich betreibe das Modem im Bridge-Modus – ich habe also hinter dem Modem eine Fritzbox klemmen, die sowohl als Router als auch als Telefonanlage fungiert.

Mit dem der Fritzbox beigelegten Kabel ist es zwar etwas umständlich, aber dennoch möglich.

Seit dem Wechsel zum Thomson Modem stellte ich leider fest, dass die Clip Funtion, also die Rufnummeranzeige auf meinen Telefonen nicht mehr funktionierte. Ich konnte also nicht mehr erkenne, wer mich anrief. Als jemand, der unter anderem von der Erreichbarkeit lebt, ist dies mehr als ungünstig.

Nach einem Test am Modem, an welchem ich ein altes Analog-Telefon direkt anschloss, stellte ich fest, dass die Funktion grundsätzlich noch vorhanden war. Also musste es an der Signalqualität der CLIP-Funktion liegen.

Ich überprüfte mehrfach die Steckerverbindungen des Y-Kabels, welches der Fritzbox beilag. Leider ohne Erfolg. Alle 10 Anrufe kam mal eine sporadische Rufnummernanzeige zu Stande.

Als nächstes zog ich sämtliche Netzwerkkabel (bis auf das Y-Kabel) von der Fritzbox ab – und siehe da: die Rufnummer wurde wieder angezeigt.

Nach und nach überprüfte ich, welches Gerät für das schlechte Signal verantwortlich war.

Es stellte sich heraus, dass mein als Server betriebener Raspberry Pi (ein Minicomputer im Checkkartenformat) dafür sorgte, dass die Nummer im Display fehlt.

Ich wendete mich also dem Raspberry zu und erahnte schon, wie ich das Problem lösen könnte.

Der Raspberry bezog Strom aus 2 Quellen:

  1. aus dem „offiziellen“ Anschluss über ein normales Handyladekabel, welches direkt in der Steckdose steckte.
  2. über einen USB-Anschluss, der zu einem aktiven USB-Hub führte.

Das klingt komplizierter, als es tatsächlich ist – jedoch hatte die Fritzbox durch diese ungewöhnliche Verkabelung offenbar mit unterschiedlichen Potentialen zu kämpfen, die ggfs. über die Netzwerkkabel abgeleitet wurden.

Die Lösung bestand zu guter Letzt darin, die 1. Stromquelle (also das Handyladekabel) vom Raspberry Pi zu entfernen und so den unterschiedlichen Potentialen entgegenzuwirken.

Als alter Tontechniker hätte ich mir hier übrigens irgendwo einen Erdungsknopf gewünscht :ja:  

 

:winken:

Flattr this!

Der Computerfußball: Mein Beitrag zur Frauen Fußballweltmeisterschaft

Fifa WM 2011 Logo

Der Ball rollt wieder in deutschen Stadien – Millionen von Menschen schauen sich weltweit die Frauenfußball-WM an und „glotzen“ auf den Ball.

Was auf Schulhöfen meist nicht mehr als ein kleines Tor und einen Plastikball erfordert, wird im professionellen Bereich technisch oft an die Spitze getrieben. Beheizter Rasen, gigantische Lichtmasten, Kamera- und Tonausrüstungen mit Übertragunswagen, technische Logistik an allen Ecken und Enden des fußballerischen Geschehens. Schon jetzt handelt es sich selbst bei dem Ball um Hightech. Aerodynamisch geformt, nur ausgesuchte Materialen und besondere Näte für optimale Schußkraft.

Doch es kann noch viel weiter gehen. Es gibt bereits Bälle, die mit Sensoren ausgestattet sind, und einem Messballon in kaum einem Detail nachstehen. Geschwindigkeit, Position oder welcher Spieler/welche Spielerin gerade am Ball ist – kaum etwas, was die Bälle der nächsten Generation nicht könnten. Die Entwicklung ist nicht neu – im Prinzip hätten solche Bälle schon von der männlichen Nationalmannschaft  zur WM 2010 oder sogar 2006 verwendet werden können. Stattdessen wird immernoch auf die subjektive Meinung der Schiedsrichter gesetzt.

Wie funktioniert so ein Computer-Ball eigentlich? Im Prinzip kaum anders als andere Ortungschips oder Sensoren – Abgleich mit umstehenden Messpunkten, zusätzliche Sensoren an der Spielerausrüstung (speziell in den Schuhen), Geschwindigkeits/Beschleunigungsmesser.

Der Hauptunterschied ist die enorme Belastbarkeit – wenn man diese Technik zur Entscheidungsfindung heranziehen möchte, ist man auch darauf angewiesen, sich hunderprozentig darauf verlassen zu können. Es erfordert einiges an Aufwand, diese Bälle so zu „konstruieren“, dass sie einen Schuß von 100km/h oder mehr standhalten. Darum gilt, je kleiner, desto besser. Ebenfalls müssen extreme Temperaturen ausgehalten werden, Feuchtigkeit und alle Widrigkeiten, die das Wetter den Spielern und eben auch dem Ball auferlegt.

Wieso werden diese Bälle aber immernoch nicht genutzt? Als deutscher Fußball-Fan müßte man es fast befürworten, zumindest, wenn man an jenen schwarzen Tag im Wembley-Stadion zurückdenkt :doh:

Die gleiche Problematik ergibt sich aber auch im Bereich der Zeitlupe. Beim American Football schon lange Standard – ein Schiedsrichter kann von sämtlichen Bildern einer Szene Gebrauch machen, um eine richtige Entscheidung zu fällen.

Könnte der Fußball dadurch „fairer“ werden? Mit Sicherheit, dass könnte er – aber auf der anderen Seite – würde er nicht auch an Reiz verlieren. Ein wenig Leidenschaft einbüßen, wenn man als Fan nicht mehr über Schiedsrichter-Entscheidungen diskutieren müßte? 😉

 

Achja, um das ganze noch ein wenig zu würdigen, gibt es bei Nordcomputer bis zum Ende der Frauenfußball-Weltmeisterschaft 90 Minuten zum Preis von einer Stunde – aber nur, wenn dann auch die Daumen für unsere Mädels gedrückt werden.

In diesem Sinne wünsche ich allen viel Spaß bei der WM!

:bravo: :bravo: :bravo:

 

Flattr this!

%d Bloggern gefällt das: